Es spielten: v.l.n.r. René Rust, Daniel Liniger, Cornel Merki, José Guerra, René Renggli (Tagescaptain) und Philipp Engstler
Saisonabschluss mit einem Sieg und einem kleinen Fünkchen Hoffnung
Das Motto für unser letztes Saisonspiel war klar: Gewinnen! Und zwar unbedingt. Nur mit einem Sieg konnten wir die theoretische Chance auf den Gruppensieg am Leben erhalten. Zugegeben: Dass St. Apollinaire im letzten Spiel noch einen Ausrutscher produziert, ist eher Wunschdenken als ein realistisches Szenario. Aber solange mathematisch noch etwas möglich ist, wird im Golf bekanntlich gerechnet, gehofft und schöngeredet.
Also auf nach Basel! Im Golf and Country Club Basel erwartete uns ein wunderschöner Platz in sehr gutem Zustand – und das trotz der allgegenwärtigen Wasserrestriktionen.
Foursomes: Ein Auftakt nach Mass
Unser Tagescaptain René Renggli durfte zusammen mit Cornel Merki den ersten Flight anführen. Die beiden starteten wie die Feuerwehr und lagen schon bald 5 auf.
Alles unter Kontrolle also?
Vielleicht ein bisschen zu viel Kontrolle. Denn bei Loch 11 und 12 meldete sich plötzlich Basel zurück und gewann zwei Löcher in Folge. War es eine trügerische Sicherheit auf unserer Seite oder schlicht ein erstarkter Gegner? Egal – wir wurden jedenfalls wieder daran erinnert, dass ein Match erst vorbei ist, wenn es vorbei ist. Das kleine Hoch der Basler dauerte allerdings nicht lange. An Loch 14 war der Widerstand gebrochen und wir durften uns über den ersten Punkt freuen.
Im zweiten Flight bekamen es José Guerra und Philipp Engstler mit Vera und John zu tun – und damit gleich mit den beiden stärksten Spielern des Basler Teams. Dass diese beiden keine Geschenke verteilen würden, zeigte sich dann auch am Nachmittag noch einmal eindrücklich.
José und Philipp kämpften um jeden Punkt und hielten die Partie bis auf die 18 offen. Doch ein unglücklich ausgelippter Putt am Schlussloch besiegelte schliesslich die Niederlage. Der Punkt blieb in Basel.
Im dritten Flight stand unser Dream Team aus Dänu Liniger und René Rust auf dem Platz. Und die beiden machten ziemlich genau das, was man von einem Dream Team erwartet: Sie liessen nichts anbrennen und konnten ihren Gegnern an Loch 16 endgültig das Sägemehl vom Rücken abputzen.
2:1 für Oberkirch!
Sandwich, Spaghetti und Gastfreundschaft
Nach neun Löchern waren wir bereits mit einem Sandwich-Büffett verwöhnt worden. Nach den Foursomes wartete nun auch noch das Spaghetti-Büffett auf uns. Man muss es den Baslern lassen: Gastfreundschaft muss man ihnen nicht beibringen – das scheint dort irgendwie im Blut zu liegen.
Bestens verpflegt und entsprechend motiviert ging es also in die Einzel.
Die ersten Einzel: Oberkirch legt vor
Philipp und René Renggli starteten in ihre Einzel. Beide mussten dabei einmal mehr feststellen, dass eine grosse Handicap-Differenz nicht automatisch bedeutet, dass das Match auch entsprechend deutlich ausgeht.
Philipp bekam es mit Dieter zu tun, der gegenüber dem Morgen offensichtlich noch einmal ordentlich aufgedreht hatte. Philipp musste kämpfen, biss sich beinahe die Zähne aus – brachte am Ende aber trotzdem einen 2&1-Sieg ins Clubhaus.
René war derweil auf Cruise Control unterwegs. Nie wirklich in Gefahr, aber auch nie so weit weg, dass der Gegner hätte die Segel streichen müssen. Kontrolliert, ruhig und letztlich erfolgreich. Damit stand es nach den ersten beiden Einzelflights bereits 4:1 für Oberkirch.
Die Ausgangslage sah plötzlich ziemlich komfortabel aus.
Im zweiten Flight traf René Rust auf Vera. Und man muss es so sagen: René konnte einem beinahe leidtun. Vera, die einzige Dame vom Sonntag, drosch ihre Bälle mit einer unglaublichen Länge und Genauigkeit auf die Fairways resp. Greens. Wenn ihr Putting auch noch annähernd so funktioniert hätte wie ihr Long Game, wäre sie wohl mit einer Runde nahe am Par ins Clubhaus einmarschiert. Dies mit Handicap 12!
René musste immer mehr Risiko eingehen, um dagegenzuhalten. Und wie das im Golf so ist: Mehr Risiko bedeutet leider nicht automatisch mehr Erfolg. Nach Loch 13 war er dormi. Doch René gab natürlich noch nicht auf und konnte tatsächlich noch zwei Löcher zurückholen. An der 16 musste er dann aber anerkennen: Heute war gegen diese Dame einfach kein Kraut gewachsen.
Cornel bekam es mit Thomas zu tun und machte sich das Leben zwischendurch selbst etwas schwer. Unerwartete Zauberschläge brachten ihn zunächst schnell 2 auf. Nach Loch 15 sah eigentlich alles nach einem sicheren Punkt aus. Thomas lag drei Löcher zurück und war dormi.
Aber Matchplay wäre nicht Matchplay, wenn man sich zu früh sicher fühlen dürfte. Zwei verlorene Löcher später war plötzlich wieder Spannung angesagt. Die alte Golfweisheit bestätigte sich einmal mehr: Ein Punkt ist erst eingetütet, wenn der letzte Putt gefallen ist.
Und dann kam die 18, das Abschluss Par 5. Cornel schlug seinen Abschlag ins Aus. Thomas wähnte sich nun endgültig in Sicherheit und ging mit Aussicht auf einen halben Punkt entsprechend vorsichtig ans Werk. Das war offenbar der Moment, in dem Cornel beschloss, zu zeigen, wie Golf eigentlich gehen könnte. Mit dem zweiten Ball zauberte er sich auf das Grün und lochte den Abschlussputt aus sieben Metern zum Bogey ein. Geteiltes Loch. 1up-Sieg. Man hätte es auch einfacher haben können. Aber einfacher wäre ja langweilig gewesen.
Der Sieg ist eingetütet
Damit war unser Gesamtsieg bereits vor dem letzten Flight gesichert.
Dänu Liniger hatte in seinem Spiel nicht vor, seinem Gegner Felix – dem Captain der Basler – auch nur den Hauch einer Hoffnung auf einen weiteren Punkt zu lassen. Mit seiner gewohnt stoischen Ruhe kontrollierte er die Partie und liess gar nie etwas anbrennen.
An Loch 16 war auch dieses Match zugunsten von Oberkirch entschieden.
Blieb nur noch José. Er bekam es mit John zu tun, der bereits am Morgen mit einer starken Leistung geglänzt hatte. Und auch am Nachmittag zeigte John, warum er zu den stärksten Spielern des Basler Teams gehört.
Kurz gesagt: Da war für José heute nicht viel auszurichten. Der letzte Punkt ging an Basel.
6:3 – ein starker Saisonabschluss
Am Ende stand ein überzeugendes 6:3 für Oberkirch auf dem Matchblatt. Damit haben wir unsere Saison mit einem starken Auftritt beendet und gleichzeitig die kleine, theoretische Hoffnung auf den Gruppensieg am Leben gehalten.
Nun heisst es abwarten, was St. Apollinaire in seinem letzten Spiel macht. Die Wahrscheinlichkeit, dass dort noch etwas Entscheidendes passiert, ist zwar überschaubar – aber wir sind Golfer. Wir wissen schliesslich, dass auch aus den unwahrscheinlichsten Situationen manchmal noch etwas werden kann. 😉
Unabhängig davon dürfen wir auf eine starke Saison zurückblicken. Das Team hat über die ganze Saison gekämpft, zusammengehalten und immer wieder gezeigt, dass wir uns auch gegen starke Gegner behaupten können.
Ein herzliches Dankeschön an den Golf and Country Club Basel und dem Basler Team für den tollen Empfang, den bestens gepflegten Platz und die hervorragende Gastfreundschaft. Wir haben uns bei euch sehr wohlgefühlt – auch wenn wir die Punkte am Ende lieber mit nach Oberkirch genommen haben.
Und natürlich geht auch ein grosser Dank an unser eigenes Team: für den Einsatz, die vielen spannenden Matches, die gute Stimmung und die eine oder andere Runde Golf, bei der der Puls durchaus einmal etwas höher war als geplant.
Ein ganz besonderer Dank geht an unseren Captain Alexis, der im Hintergrund die ganze Arbeit leistet, die Mannschaft zusammenhält und uns immer bestens auf die Spiele einstellt. Ohne diesen Einsatz wäre eine solche Saison nicht möglich. Dafür gebührt ihm ein riesiges Dankeschön! 👏
Jetzt heisst es: Saison abhaken, Daumen drücken und auf nächstes Jahr freuen.
Wir kommen wieder! Stärker, besser und wieder voll motiviert. 🏌️♂️







