Tag 1 – Golfclub Ravensburg

28 Ladies starten bei Sonnenaufgang in drei Tage voller Golf, Genuss und Geselligkeit. Unser bewährter Buschauffeur Pius sitzt am Steuer und bringt uns sicher, stau- und unfallfrei durch den morgendlichen Verkehr zu unserem ersten Ziel: dem Golfclub Ravensburg.

Ab 11.00 Uhr starten alle Ladies in ihren 3er-Flights. Gespielt wird nach dem Prinzip „gleicher oder ähnlich klingender Vorname“. Bei 2 Bea, 2 Brigitte, 3 Rita und sage und schreibe 4 Marianne ist man mit einem anderen Vornamen schon fast exotisch.

Der Golfclub Ravensburg empfängt uns mit einem wunderschönen, anspruchsvollen Platz und einem herrlichen alten Baumbestand. Mit Par 73 ist die Runde durchaus eine sportliche Herausforderung – aber bei strahlendem Sonnenschein und bester Stimmung macht selbst ein anspruchsvoller Platz richtig Freude.

Ein Ballautomat der besonderen Art

Zwischen zwei Löchern entdecken wir noch eine besonders originelle Idee: Ein alter Kaugummiautomat wurde kurzerhand zum Golfballautomaten umfunktioniert. Für 1 Euro gibt es einen Ball – allerdings mit Flugerfahrung.

Eine lustige Idee und vielleicht für die eine oder andere Lady durchaus praktisch … wer weiss, ob nicht irgendwo ein Ball mit besonders ausgeprägtem Fernweh gebraucht wurde!

Next Tee

Etwas gewöhnungsbedürftig ist allerdings die Beschilderung der nächsten Abschläge. Ein „Next Tee“ ist nämlich nur bei den Löchern 9, 12 und 18 angeschrieben.

Da zeigt sich einmal mehr: Im Leben ist es durchaus von Vorteil, wenn man lesen kann.

Ohne Namen zu nennen, sei nur so viel verraten: Der Flight von 11.50 Uhr biegt nach Loch 11 falsch ab. Statt zum Loch 12 geht es zurück zu Loch 9 – obwohl die 12 notabene angeschrieben ist!

So kommt es, dass einige Ladies kurzerhand 19 Löcher spielen, während andere das Loch 19 ganz anders pflegen: Dort wird nämlich etwas nach der Runde getrunken.

Anekdote am Rande

Elegant ist anders, aber effizient! Ein Ball landet im Gebüsch und muss irgendwie wieder zurück auf die Bahn. Die Lösung: der Putter! Mit zwei Schlägen wird der Ball aus dem Dickicht befördert. Nicht unbedingt Lehrbuch-Golf, aber definitiv erfolgreich. Chapeau!

Nach so viel Golf, Orientierungskunst und Buschwerk geht es weiter nach Bad Saulgau, wo wir im Hotel Kleber Post für die nächsten drei Tage unser Quartier beziehen.

28 Frauen, 28 Schlüssel – und der Schlüsselsalat beginnt!

Kaum angekommen, wartet bereits die nächste Herausforderung auf uns. Eine Golferin ist gar nicht angemeldet, dass ihr zugewiesenes Zimmer 306 noch nicht aufgeräumt ist und das nächste angebotene Zimmer 320 ist bereits besetzt. Die Zimmerbewohnerin wird kurzerhand gefragt, ob sie denn überhaupt im richtigen Zimmer sei. Auch hier gilt: Lesen hilft! Die Zimmernummer steht schliesslich auf dem Schlüssel. Richtig wäre nämlich Zimmer 310 gewesen.

Zum Glück nimmt die Rezeptionistin das ganze Durcheinander mit viel Humor und Ruhe. Bei 28 Frauen kann man schliesslich nicht erwarten, dass alles auf Anhieb so reibungslos läuft.

Apéro und Abendessen

Nach diesem kleinen Empfangs-Abenteuer lassen wir den Tag gemütlich ausklingen. Bei einem netten Apéro vom Haus wird angestossen, bevor uns anschliessend ein sehr feines Nachtessen mit entsprechender Weinbegleitung erwartet.

Nach dem langen Tag sind dann auch die letzten Energiereserven aufgebraucht und die Ladies verschwinden nach und nach ins Bett.

Fazit Tag 1: Golf, Fun, Kameradschaft und Sonne – rundum ein gelungener erster Tag unserer Ladies Golfreise! Und eines ist bereits klar: Wenn der erste Tag schon so unterhaltsam war, darf man gespannt sein, was die nächsten beiden Tage noch bringen …

Katrin Compostella

 

Tag 2 – Golf Bad Saulgau, Kaufrausch & Putting-Queens 

Nach einer erholsamen Nacht und einem tollen Frühstück machen wir uns um 9.15 Uhr auf den Weg zum Golfplatz Bad Saulgau.

Wobei … sofern wir ihn finden!

Das bewährte GPS von Pius führt uns zunächst etwas durch die Pampa. Nach einigen Umwegen durch verschiedene 30er-Zonen finden wir dann doch noch den richtigen Platz. Für den ersten Flight wird die Anfahrt dadurch etwas stressig – aber schliesslich kommen auch die ersten Spielerinnen noch pünktlich zum Start. Puh!

Golfclub Bad Saulgau

Der Golfclub Bad Saulgau liegt am Rand der Kurstadt inmitten der oberschwäbischen Landschaft. Der wunderschöne 18-Loch-Platz ist Par 72 und bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Wald, offenen Fairways und viel Natur. Die Front 9 führen durch Wald und, wie die Einheimischen sagen, „durchs Tal“. Die Back 9 präsentieren sich dagegen offen und mit breiten Fairways, gesäumt von Apfel- und Birnbäumen.

Aus den Früchten dieser Bäume wird übrigens auch Schnaps gemacht. Einige Ladies hätten während der Runde wohl schon etwas Zielwasser gebrauchen können. Andere wären vermutlich froh gewesen über Knieschoner und einen Helm, um sich vor den herumfliegenden Golfbällen zu schützen.

Heute wird geputtet!

Ab 10.00 Uhr starten wir wieder in 3er-Flights, dazu kommt ein 4er-Flight. Die Einteilung erfolgt heute ganz demokratisch nach alphabetischer Reihenfolge. Zusätzlich steht unser Putt-Wettbewerb auf dem Programm. Ziel ist es, die 18 Löcher mit möglichst wenigen Putts zu absolvieren. Eine Teilnehmerin kündigt bereits am Morgen selbstbewusst ihren Sieg an.  Ob die Ansage wohl hält, was sie verspricht?

Das Geheimnis wird erst am Abend gelüftet …

Nach der Golfrunde geht es zurück nach Bad Saulgau. Die freie Zeit bis zum Abendessen wird selbstverständlich sinnvoll genutzt – schliesslich muss man bei einer Ladies-Golfreise auch abseits des Golfplatzes aktiv sein!

Kaufrausch in Bad Saulgau

Das Städtli mit seinen wunderschönen alten Riegelhäusern und der Fussgängerzone gefällt uns ausgesprochen gut und es lohnt sich. Und schon ist es passiert: Wir verfallen dem Kaufrausch! Neue Schuhe, Jacken, Hosen und Bermudas werden erstanden. Man kann ja schliesslich nie genug für die nächste Golfreise gerüstet sein.

Zurück im Hotel geniessen wir auf der schönen Terrasse noch einen gemütlichen Apéro, bevor wir uns um 19.00 Uhr zu Fuss auf den Weg zum Schwarzen Adler machen. Trotz einer eher ungewöhnlich langen Wartezeit werden wir schliesslich mit einem feinen Nachtessen belohnt.

Krönung der Putting-Queen!

Doch bevor das Dessert kommt, wird es spannend: Die Putting Queens des Tages werden geehrt!

  • Geteilter 3. Rang: Erika, Marion und Katrin mit 31 Putts
  • 2. Rang: Ruth mit 28 Putts
  • 1. Rang: Siegerin und Putting Queen: Brigitte T. mit 27 Putts!

Die 10 besten erhalten eine kleine Dose traditionelles thailändisches Kräuterbalsam, gut gegen leichte Muskelverspannungen nach dem Golfspiel, Danke Anita!

Die selbstbewusste Ankündigung vom Morgen hat sich leider nicht ganz bewahrheitet. Aber wie sagt man so schön, Mitmachen ist Alles!

Auch die Schreiberinnen unserer Tagesberichte werden für ihren Einsatz verdankt: Katrin für Tag 1 und 2 sowie Barbara für Tag 3 erhalten als kleines Dankeschön Golf-Logobälle.

Nach diesem langen Tag sind die meisten Ladies nun definitiv reif fürs Bett. Mit einer Ausnahme. Aus Datenschutzgründen werden die Namen nicht genannt, aber vier Damen haben noch genügend Energie für eine kleine Verlängerung. Sie lassen sich in der nächsten Bar nieder und beenden den Abend bei Caipirinhas. Der Rest der Truppe verschwindet direkt in die Koje.

Fazit Tag 2: Ein wunderschöner Golftag, viel Natur, etwas Zielwasser, ein ordentlicher Kaufrausch, feines Essen, eine verdiente Putting Queen und sogar noch eine kleine Caipirinha-Nachtschicht.

Toller 2. Tag – Golf, Fun, Kameradschaft und wiederum ein gelungener Tag.

Katrin Compostella

 

3. Tag unserer Ladies-Reise

Morgenstund hat Gold im Mund – und offenbar gilt das auch für unsere Ladies. Getreu diesem Motto sassen spätestens kurz nach 7 Uhr alle am Frühstückstisch, genossen das feine Buffet und bereiteten die Brote für die Zwischenverpflegung vor. Schliesslich will eine Golferin ja gut gestärkt in den Tag starten – und wer weiss, wann die nächste kulinarische Gelegenheit kommt.

Danach trafen sich alle in der Lobby, und Pius, unser Chauffeur, konnte bereits kurz vor 8 Uhr mit dem Beladen beginnen. Das Ergebnis: Um 08.05 Uhr waren wir startklar und konnten tatsächlich zehn Minuten vor der geplanten Zeit losfahren. Habt ihr auch schon einmal darüber nachgedacht, dass so etwas eigentlich nur in der Schweiz möglich ist? In anderen Ländern gehört eine verspätete Abfahrt schliesslich fast schon zum Reiseprogramm – und mindestens eine Person erscheint garantiert noch im letzten Moment. Pünktlichkeit – ein wertvolles Gut, das ich sehr schätze.

So trafen wir gegen 8.45 Uhr bereits auf dem Golfplatz in Sigmaringen ein. Der erste Flight hatte dadurch genügend Zeit, ganz entspannt und ohne Hektik zum Abschlag 1 zu spazieren. Für alle anderen blieb sogar noch Zeit für einen Abstecher in den Golfshop – und wie es sich für eine Gruppe Ladies gehört, wurden einige natürlich fündig. Zufälle gibt es schliesslich nicht.

Für den heutigen Tag hatte die KI die Flights zusammengestellt. Soweit ich hören konnte, waren alle mit ihrer Einteilung zufrieden – was bei einer solchen Aufgabe ja durchaus als Erfolg gewertet werden darf! Der Golfplatz war toll, abwechslungsreich und herausfordernd, liess sich aber von allen Handicaps gut spielen. Obwohl er kürzer war als am Vortag, hatte er es dank des hügeligen Geländes durchaus in sich. Die eine oder andere Steigung sorgte jedenfalls dafür, dass nicht nur der Ball, sondern auch der Puls gelegentlich etwas höher flog.

Die frühen Flights hatten nach der Runde noch Gelegenheit zu duschen. Die letzten beiden Flights hingegen mussten sich etwas sputen – einige sehr schnell, andere ohne Dusche. Damit stellten sie sich in den Dienst der Gruppe und sorgten dafür, dass wir zügig an den Tischen sitzen und mit dem Imbiss beginnen konnten. Ein Einsatz, der an dieser Stelle ausdrücklich gewürdigt werden muss!

Anita und Beatrice hatten auch für diesen Tag ein feines Essen ausgewählt, und es schmeckte allen hervorragend. Nach so viel Golf, Bewegung und – vermutlich – der einen oder anderen verbrauchten Kalorie war der Imbiss jedenfalls bestens willkommen.

Danach konnten wir gut gestärkt in den Bus steigen und die Heimfahrt antreten. Wer nun gedacht hatte, dass nach drei Tagen Reise langsam der Gesprächsstoff ausgehen könnte, wurde einmal mehr eines Besseren belehrt. Von Müdigkeit keine Spur: Es wurde geschwatzt, gelacht und diskutiert, und einmal mehr herrschte eine rundum entspannte und fröhliche Atmosphäre.

Kurz nach 20 Uhr erreichten wir Oberkirch – und damit leider auch das Ende einer wunderschönen Golfreise.

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an unsere beiden Organisatorinnen. Mit viel Einsatz, Engagement und Herzblut habt ihr diese Reise geplant und uns während der ganzen Zeit fürsorglich betreut. Toll, dass ihr einmal mehr diese Arbeit übernommen habt und uns sogar schon auf die Reise im nächsten Jahr einstimmen konntet. Die Vorfreude ist somit bereits wieder geweckt!

Ich bin überzeugt, dass jede Teilnehmerin von diesem Jahr 2027 gerne wieder dabei sein wird – vorausgesetzt natürlich, Terminplan und Gesundheit spielen mit.

Zum Schluss bleibt noch ein letztes, aber ganz besonders herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen. Danke, dass ihr euch aufeinander eingelassen habt, dass vielleicht die eine oder andere Kleinigkeit grosszügig übersehen wurde und dass wir drei Tage lang keine Konflikte, dafür umso mehr gute Laune erlebt haben.

Und genau das macht eine Ladies-Reise doch aus: Gemeinsam golfen, gemeinsam lachen, gut essen, viel erzählen – und am Ende feststellen, dass drei Tage eigentlich viel zu kurz waren.

Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!

 

Barba Hotz