Interclub Herren 2026
Dieses Jahr durfte der Golf Club Oberkirch gleich mit zwei Herrenmannschaften am Interclub antreten. Während unsere A4-Mannschaft nach Vuissens reiste, verschlug es die B1-Mannschaft nach Basel.
Für uns bedeutet Interclub dabei längst mehr als nur ein Golfwochenende. Es ist die Gelegenheit, den Golf Club Oberkirch gemeinsam zu vertreten, neue Spieler ins Team zu integrieren, alte Geschichten wieder aufzuwärmen und gemeinsam tolle Golferlebnisse zu schaffen.
Auf das Interclub-Wochenende haben wir uns seit längerem vorbereitet. Wöchentlich trafen wir uns zum gemeinsamen „Training“. Wobei der Begriff Training an dieser Stelle vielleicht etwas grosszügig ausgelegt ist. Meistens bestand es aus einer gemütlichen Feierabendrunde, ein paar guten Gesprächen und gelegentlich auch einem Getränk oder etwas zu Essen danach. Aber genau das macht für mich Interclub aus: Das Sportliche ist wichtig, im Vordergrund steht aber auch das Miteinander.
Dieses Jahr wurde die Mannschaftsplanung allerdings etwas anspruchsvoller. Mit zwei Mannschaften mussten mehr Spieler nominiert werden und Mitte August bietet sich natürlich auch die eine oder andere Gelegenheit für Ferien. Dazu kam kurzfristig noch eine verletzungsbedingte Absage von Ramon. Also musste Ersatz her. Fabian verstärkte die A-Mannschaft nebst Ron, Benni, Joni, Raphael und Tommy. Mehr zum Interclub-Wochenende der A-Mannschaft gibt es im Bericht von Ron.
Interclub Herren B1 – Basel
Freitag – Basel, braune Fairways und ein Geburtstag
Wir trafen uns am Freitag gemütlich im Clubhaus des Golf Club Basel bei Kaffee oder Cola, bevor es auf die Proberunde ging. Natürlich wurde der Platz bereits vor der Runde einer kritischen ersten Begutachtung unterzogen. Das Ergebnis war schnell eindeutig: Das Grün war grün. Der Rest eher nicht. Die Sonne hatte in Basel offensichtlich ganze Arbeit geleistet und den Fairways ordentlich zugesetzt.



Nach dem Einspielen auf der Range ging es bei strahlendem Sonnenschein auf die erste Proberunde. Die Temperaturen machten bereits klar, dass dieses Wochenende nicht nur eine sportliche, sondern auch eine schweisstreibende Herausforderung werden würde. Währenddessen machten am Rand des Teams immer wieder erstaunliche Informationen die Runde. Zum Beispiel munkelte man, dass ein Interclub-Spieler von Oberkirch im Besitz von 120 Paar Golfschuhen sein soll. Anscheinend waren es sogar mal viele mehr. Ob diese Zahl tatsächlich stimmt oder im Laufe der Jahre einfach immer weiter ausgeschmückt wurde, konnte bis heute nicht abschliessend geklärt werden.
Und dann war da noch Marco. Marco feierte am Freitag seinen Geburtstag. Er gehört zu den Menschen, die ihren Geburtstag eher still und unauffällig vorbeiziehen lassen möchten. Im Vordergrund stehen und ein Geburtstagsständchen für ihn gehören dabei ganz bestimmt nicht dazu. Leider hatte er in dieser Hinsicht wenig Mitspracherecht.
Nach der Runde liessen wir den Tag bei einem gemütlichen Bier ausklingen. Unser Hotel erwies sich als Volltreffer: schöne Zimmer, nah am Golfclub und mit Klimaanlage – bei diesen Temperaturen beinahe schon ein Grund, direkt dort einzuchecken und gar nicht mehr herauszukommen.
Nur unsere Tischreservation für den Abend hatte sich zwischenzeitlich irgendwo verabschiedet. Im Restaurant Jägerstübli in Allschwil wurde uns aber trotzdem ein Tisch organisiert und wir verbrachten einen gemütlichen und kulinarisch feinen Abend. Eine Empfehlung, die wir durchaus weitergeben können.
Und Marco? Der musste sich dort, sehr zu seinem Leidwesen, erneut mit seinem Geburtstag auseinandersetzen. Das Geburtstagsständchen konnte diesmal nicht verhindert werden.

Weil unser Hotel direkt an der Grenze auf französischem Boden lag, ergab sich nach dem Abendessen noch ein kleiner Spaziergang. Wer kann schon von sich behaupten, zu Fuss eine Landesgrenze überschritten zu haben?
Samstag – Foursome und Champions Dinner
Der Samstag stand ganz im Zeichen der Foursomes. Für Mätthu war es dabei ein besonderer Moment. Sein letztes Interclub-Foursome? Vielleicht. Ob es tatsächlich sein letztes war, weiss er selbst noch nicht so genau. Wir hoffen jedenfalls, dass wir ihn noch nicht in den sportlichen Ruhestand verabschieden müssen.
Für mich war es jedenfalls eine Ehre, nochmals mit ihm gespielt zu haben. Und an dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön, dass er das Interclub-Wochenende dem Heiteren Openair vorgezogen hat.
Angelo und Tom, wie auch Michi und Marco, haben in den Foursomes ihre ersten Interclub-Erfahrungen gesammelt. Zwei Spieler, ein Ball und jede Menge Gelegenheit, die Verantwortung im richtigen Moment weiterzugeben. Nach den Foursomes zeichnete sich bereits ab, dass es am Sonntag schwierig werden würde. Die Resultate anderer Clubs liessen uns allerdings noch hoffen. Dort wurden Scores jenseits der 100 gespielt, und so war klar: Abgerechnet wird erst am Sonntag.
Am Abend stand dann das Champions Dinner im Golf Club Basel auf dem Programm. Wir wurden hervorragend verköstigt. Nachdem ich im letzten Jahr den Dresscode beim Champions Dinner etwas grosszügig interpretiert hatte, war der Dresscode dieses Jahr bereits vorgängig kommuniziert worden. Obwohl dieser doch sehr offen formuliert war. Man kann also sagen: Aus den Erfahrungen des letzten Jahres wurde gelernt.
Den Abend liessen wir schliesslich noch bei einem Schlummi in der Beiz neben dem Hotel ausklingen.
Sonntag – Spannung bis zum letzten Loch
Am Sonntag erwartete uns erneut strahlender Sonnenschein. Und spätestens jetzt zeigte sich, dass Interclub mental doch noch einmal eine ganz andere Geschichte ist.
Mätthu brachte eine 84 ins Clubhaus. Eigentlich eine sehr gute Zahl. Ärgerlich nur, dass sie noch etwas besser hätte enden können. Wäre da nicht die kleine Regel gewesen, dass man auch tatsächlich seinen eigenen Ball spielen sollte. Ein kleines Detail, das man bei der nächsten Regelkunde vielleicht nochmals gemeinsam anschauen könnte.
Auch ich musste kämpfen. Eine 85 stand am Ende auf der Karte. Zufrieden, aber auch froh, dass es nicht noch mehr Löcher waren. Die Konzentration und der Schwung gingen von Loch zu Loch etwas mehr verloren.
Angelo spielte eine 95. Und auch wenn die Zahl auf der Scorekarte nicht das widerspiegelt, was seine Form zulässt, zeigt sie eindrücklich, wie viel beim Golf mental passiert. Man kann in guter Form sein und trotzdem plötzlich merken, dass der Kopf an einem solchen Wochenende eine ganz eigene Geschichte schreibt.
Gegen 14:30 Uhr fielen dann die ersten Tropfen. Der Captain kümmerte sich pflichtbewusst um die letzten Spare Ribs im Restaurant, während er gleichzeitig die Regenschirme verteilen liess.
Teamwork würde ich sagen.
Es sah dann tatsächlich nach Regen aus. Oder auch nicht. Am Ende blieb es trocken und vor allem weiterhin heiss.
Mit Spannung beobachteten wir am letzten Loch das Eintreffen unserer Teamkollegen. Einer nach dem anderen kam zurück, bis schliesslich die gesamte Mannschaft wieder im Clubhaus versammelt war.
Besonders erfreulich: Für Michi, Marco und Tom war es der erste Interclub-Einsatz. Und sie haben sich definitiv nichts geschenkt. Mit Runden von 92, 93 und 87 mussten auch sie feststellen, dass Interclub mental noch einmal eine andere Liga ist. Das haben wohl alle drei spätestens nach dieser Runde verstanden. Aber genau dafür fährt man schliesslich hin: um Erfahrungen zu sammeln, sich gegenseitig zu unterstützen und beim nächsten Mal noch ein bisschen besser zu werden.
Sportlich gesehen war die Konkurrenz dieses Jahr schlicht zu stark. Trotz grossem Einsatz hat es nicht gereicht und wir werden nächstes Jahr in der Spielklasse B2 antreten.
Als Captain bin ich aber stolz auf die Mannschaft. Besonders freut mich, wie gut wir als Mannschaft harmoniert haben. Über das gesamte Wochenende hatten wir einen unglaublichen Teamspirit. Es wurde gelacht, geflucht, diskutiert, angefeuert, gefeiert und natürlich auch Golf gespielt. Und genau das ist für mich Interclub.
Es geht um den sportlichen Ehrgeiz – aber genauso darum, gemeinsam ein Wochenende zu erleben, den Golf Club Oberkirch zu vertreten und als Mannschaft zusammenzuwachsen.
Ein grosses Dankeschön deshalb an Mätthu, Angelo, Tom, Michi und Marco für euren Einsatz und euren Teamspirit.
Auch herzliche Gratulation an unsere Interclub Herren A-Mannschaft, welche den Aufstieg von A4 ins A3 geschafft hat. Starke Leistung.
Für uns heisst es nun B2, wir kommen. Und eines ist sicher: Nächstes Jahr wird kein falscher Ball gespielt.
Patrick Mazenauer
Captain Interclub Herren
P.S: Happy Birthday Marco



Für die Interclub Herren B-Mannschaft 2026
v.l.n.r. Michael Grob, Marco Stocker, Angelo Longo, Matthias Wirz, Patrick Mazenauer, Tom Hasler


